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10.03.2017 / Feuilleton / Seite 10

Wenig schlafen, viel debattieren

Skizze eines widerständigen Lebens: Ein Nachruf auf Herbert Mißlitz

Dirk Teschner

Der Mensch ist erst wirklich tot,

wenn niemand mehr an ihn denkt.

Bertolt Brecht

Am vergangenen Samstag wurde Herbert Mißlitz auf dem St.-Matthäus-Friedhof in Berlin-Schöneberg beigesetzt. Gestorben war er schon Mitte November. Nachbarn im Bezirk Prenzlauer Berg hatten am zweiten Weihnachtsfeiertag die Polizei benachrichtigt. Die Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden, ein Fremdverschulden wurde ausgeschlossen.

Herbert Mißlitz wurde 1960 geboren. Er wuchs in Berlin-Grünau in einem kommunistischen Elternhaus auf. Sein Vater war im Journalistenverband, seine Mutter arbeitete bei der FDJ und der NVA. In der Nachbarschaft wohnte Kurt Gossweiler. Es gab Wälder und Seen.

Wo Blues noch Blues war

Mißlitz ging schon früh den Weg eines Unangepassten. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Stuckateur. Und dann trampte er Ende der 1970er Jahre durch die Republik, in jedes Kaff, in dem Blues noch Blues und Schnaps noch Schnaps war. Er hatte lange Haare u...

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