10.03.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Wut und Widerstand

Sechs Jahre nach »Fukushima«: Japans Regierung drängt Menschen in verstrahlte Gebiete zurück. Radikale Linke plant Proteste

Michael Streitberg

Sechs Jahre ist es nun her, dass am 11. März 2011 ein schweres Erdbeben und ein dadurch verursachter Tsunami im Nordosten Japans Tausende Menschen das Leben kosteten. Infolge der Naturkatastrophe kam es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu einer Kernschmelze und zur radioaktiven Verseuchung weiter Teile der Präfektur Fukushima sowie angrenzender Gebiete.

Noch heute kann für viele Menschen, die aufgrund der Katastrophe ihre Häuser verlassen mussten, von einer Rückkehr zur Normalität keine Rede sein. Etwa 160.000 Menschen wurden wegen der Katastrophe evakuiert. Laut Medienberichten können Zehntausende von ihnen noch immer nicht in ihre Heimat zurückkehren. Innerhalb der Sperrzone um das havarierte Kraftwerk, deren Radius von Umweltschützern als viel zu klein kritisiert wird, wird auf absehbare kein Leben mehr möglich sein. Bilder verlassener Straßenzüge, Schulen und Supermärkte in den überstürzt evakuierten, verseuchten Gebieten erinnern den Beobachter ...

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