08.03.2017 / Ausland / Seite 7

Kurden unter Beschuss

Der IS, die türkische Armee und Peschmerga attackieren Manbidsch in Syrien und Sindschar im Irak

Kevin Hoffmann

Wenig beachtet wurde der Besuch Masud Barzanis, dem Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak, am 27. Februar in Ankara. In den Gesprächen mit Ministerpräsident Binali Yildirim und Präsident Recep Tayyip Erdogan sei es um ökonomische Fragen und den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus gegangen, verkündete damals die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Zwei Tage später begannen großangelegte Angriffe der türkischen Armee und der mit ihr Verbündeten Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) im Westen der von kurdischen und arabischen Selbstverteidigungseinheiten gehaltenen Stadt Manbidsch in Syrien. Zeitgleich attackierte die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) vom Norden aus die Kommune. »Beide Angriffe kamen exakt zur selben Zeit.« Dieser Fakt werfe »Fragen auf«, so der Sprecher des Militärrats von Manbidsch (MMC), Schervan Derwisch, über die mögliche direkte Absprache der Türkei mit dem IS in einem Interview mit dem N...

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