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02.03.2017 / Inland / Seite 4

Wind of Schulz in Passau

Politischer Aschermittwoch: Für Linkspartei-Chefin Kipping ist offen, ob der SPD-Kandidat »Kanzler einer menschlich-sozialen Wende« sein will

Claudia Wangerin

Wenn SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sich gegen Nationalismus ausspricht, bemüht er schon mal das Argument, ein starkes Europa sei »im besten deutschen Interesse« – mit diesen Worten zitierte die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus seiner Rede zum politischen Aschermittwoch im bayerischen Vilshofen. 2014 hieß es in einer Werbeanzeige seiner Partei: »Nur wenn Sie Martin Schulz und die SPD wählen, kann ein Deutscher Präsident der EU-Kommission werden«. Zum Schuldenstreit mit Griechenland erklärte er 2015 als EU-Parlamentspräsident im ZDF, die Athener Regierung gehe ihm »gewaltig auf die Nerven«. Und während aktuell in Griechenland Kindersterblichkeit und Selbstmordrate steigen, sagte Schulz am Mittwoch in Vilshofen: »Wenn Europa stark ist, dann sind wir auch in unseren Ländern und Regionen stark«. Seine Partei sei »seit mehr als 150 Jahren ein Bollwerk gegen Ausgrenzung, gegen Abschottung und gegen den Ultranationalismus«, betonte er. »Darauf sind wir ...

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