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02.03.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es gab ein besonderes Unbehagen«

Über Fördergelder und Fallgruben, politisches Kino und eine grundlegende Emotion. Gespräch mit Raoul Peck

Alexander Reich

»Der junge Karl Marx« ist ein opulenter Kostümfilm. Wie hoch war das Budget und wie kam die Finanzierung zustande?

Mir ist nicht erlaubt, das Budget zu nennen. Ich kenne die offiziellen Zahlen auch gar nicht. Ein Drittel kam aus Frankreich, ein Drittel aus Belgien und ein Drittel aus Deutschland. Das Geld aus Frankreich und Belgien haben wir sofort bekommen, das aus Deutschland erst drei, vier Jahre später. Obwohl wir schon zwei Drittel zusammenhatten, also kein Risiko darin lag. Es gab so eine Art »Réticence«, eine besondere Abneigung, ein Unbehagen.

Das Verhältnis der Deutschen zu Marx ist besonders schlecht?

Natürlich, sie haben große Probleme mit ihrem Baby. Marx ist der größte Denker überhaupt, bis heute hat ihn keiner eingeholt. In Deutschland will man nicht, dass jemand anderes etwas über ihn macht, aber gleichzeitig macht man nichts. Auch so erklärt sich das Wunder, dass es bisher keinen Kinofilm über Marx gab. Ich erinnere mich sehr gut an...

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