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24.02.2017 / Feminismus / Seite 15

»Die Armee walzte Häuser nieder«

In Uganda sind insbesondere Frauen und Kinder Leidtragende von Vertreibungen ­zugunsten der Kaffeeplantage eines deutschen Konzerns. Ein Gespräch mit Gertrud Falk

Gitta Düperthal

Sie haben am Montag den UN-Frauenrechtsausschuss über Verletzungen von Frauenrechten in Mubende, einem Distrikt im ostafrikanischen Uganda, informiert. Damit die Kaweri Coffee Plantation, Tochterfirma der Hamburger Neumann-Gruppe, dort Profite machen kann, wurde die Bevölkerung von ihrem Land vertrieben. Wie trug sich das zu?

Auf Veranlassung der Regierung Ugandas hatten die örtlichen »Investitionsbehörden« die Bewohner von vier Dörfern in Mubende im Juni 2001 erstmals aufgefordert, ihr Land zu räumen. Die Behörden sind eigens geschaffen worden, um ausländische Investoren anzulocken und ihnen die Geschäfte zu erleichtern. Zunächst wurde den Leuten eine Frist bis Ende August gesetzt, die dann aber noch um zwei Wochen verkürzt wurde. Die Regierung hatte das Land an den deutschen Investor zum Aufbau einer Kaffeeplantage verpachtet.

Die Menschen hatten kein Mitspracherecht, ihre traditionellen Ansprüche auf diese Flächen wurden einfach missachtet. Die Fr...

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