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24.02.2017 / Feuilleton / Seite 11

Im Mehrfamilienhaus

Das neue Grips-Theater-Stück »Laura war hier« ist eine Verbeugung vor allen alleinerziehenden Müttern und deren Kindern

Anja Röhl

»Laura war hier« von Milena BaIsch ist ein typisches Grips-Stück, eines, das an der gesellschaftlichen Wirklichkeit ansetzt und dann zeigt, dass sie zu überwinden ist. In dem Angst, Traurigkeit, Sehnsucht gezeigt werden und die Möglichkeiten, nicht zu verzweifeln. Nach Brecht und Piscator ist dies die edelste Form der Theaterkunst. Nicht reproduzieren, sondern aktivieren – und das für Kinder ab der ersten Klasse. Und die lachen hier nicht nur kurz und brav auf, sondern wie befreit, laut aufschallend. Danach spielen sie noch stundenlang den »Gorilla« nach, den die Mutter der Laura von einem Nachbarskind gelernt hat, um sich gegen den autoritären Hausmeister zu verteidigen.

Das Stück, inszeniert von Rüdiger Wandel, ist aber nicht nur komisch, es enthält viel Ernstes: Ungerechtigkeiten, Pflegekindschicksal, schwierige Lebensrealität. Und zwar aus konsequenter Kindersicht, den Erwachsenen zur Einsicht. Wenn ein Kind wütend ist oder Angst hat, wird das hier...

Artikel-Länge: 3586 Zeichen

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