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23.02.2017 / Feuilleton / Seite 11

Nachhaltiges Alleinstellungsmerkmal

Ein Buch über Sprachkuriosa, z. B. Trend- und Blähwörter

Arnold Schölzel

Früher war nicht alles besser, aber wenigstens Schlechtschreibreformer konnten gestoppt werden. Der erste deutsche war wohl Merowinger-König Chilperich (gestorben 584). Er fügte jedenfalls dem damals gültigen Alphabet einige Buchstaben hinzu, ordnete an, dass in den Schulen seines Reichs entsprechend unterrichtet werden solle »und die alten Bücher mit Bimsstein radiert und umgeschrieben werden sollten«. Aus der Sache wurde nichts: »Bei der Heimkehr von der Jagd wurde er 48jährig erdolcht, was seiner Schriftreform schadete.« So skizzieren der Kriminologe Frank-Rainer Schurich und der Historiker Christian Stappenbeck in ihrem Buch »Kuriose Funde einer Wortschatzsuche. Expeditionen in die deutsche Sprachlandschaft« das damalige Ende der Quälerei von Schreibern und Lesern. So etwas kann leider heute mangels Monarch nicht mehr passieren, vorzeitiges Ableben hätten die Urheber der jüngsten »Reform« aber mindestens verdient.

Ingrimm ist nicht die Sache der beiden...

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