22.02.2017 / Antifa / Seite 15

NSU: Zensurfall vor Gericht

Berliner Polizei soll Parole »Staat und Nazis Hand in Hand« wieder in Wandbild einfügen

Claudia Wangerin

Bereits im Juni 2014 hat das Berliner Bündnis gegen Rassismus die Polizei der Hauptstadt wegen der Zensur eines Wandbildes verklagt, das zugespitzt auf staatliche Verstrickungen in den Rechtsterrorismus hingewiesen hatte. Am morgigen Donnerstag soll darüber vor dem Verwaltungsgericht Berlin-Moabit verhandelt werden. Das Gemälde war zum zehnten Jahrestag des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße 2004 als Zeichen der Solidarität mit den damals Verletzten an der Hauswand in der Berliner Oranienstraße Ecke Manteuffelstraße angebracht worden. Wenig später rückten Polizei und Feuerwehr an, um den Schriftzug »NSU: Staat und Nazis Hand in Hand« auf dem drei mal sechs Meter großen Wandbild zu übermalen. Die Aktivisten, die es angebracht hatten, waren noch an Ort und Stelle und hatten sich geweigert, dies selbst zu tun. »Die Polizei Berlin ließ daraufhin das Bild von einer Drehleiter der Feuerwehr aus zerstören, obwohl sie von einem anwesenden Anwalt auf di...

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