22.02.2017 / Antifa / Seite 15

»III. Weg« darf marschieren

In Würzburg stellte sich die Polizei am Samstag schützend vor den Aufzug der Neonazis. Ein breites Bündnis hatte zur Gegendemonstration aufgerufen

Sebastian Lipp

Am Samstag sind rund 150 Anhänger der neofaschistischen Splitterpartei »Der III. Weg« durch Würzburg marschiert, um unter dem Motto »Ein Licht für Dresden« den Luftangriff auf die sächsische Stadt im Zweiten Weltkrieg für ihre Propaganda zu instrumentalisieren. Wesentlich mehr Menschen – nach Veranstalterangaben rund 2.500 – nahmen an einer Gegendemonstrantion teil. Die Polizei ließ offenbar einen Neonazi gewähren, als er Teilnehmer dieser Versammlung angriff, verhinderte aber gewaltsam wirksame Blockaden des rechten Aufmarsches.

Kirchliche Organisationen, Gewerkschaften, Parteien sowie antifaschistische und antirassistische Gruppen hatten gemeinsam unter dem Motto »Würzburg lebt Respekt! Neonazis stoppen« zum Gegenprotest aufgerufen. An diesem nahm sogar der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) teil, außerdem der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal sowie Hochschulpfarrer und Friedenspreisträger Burkhard Hose. Auf einer Kundgebung sp...

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