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22.02.2017 / Ausland / Seite 2

»Wir warten auf Umsetzung der Versprechen«

Die syrische Stadt Kobani war ein Symbol für den Krieg gegen den IS. Von der ihr zugesagten Hilfe ist wenig angekommen. Gespräch mit Mehmet Atac

Gitta Düperthal

Zwei Jahre ist es her, seit Kobani von den kurdischen Frauen- und Volksverteidigungseinheiten YPJ/YPG vom »Islamischen Staat«, IS, befreit wurde. Vom öffentlichen Interesse, das sich damals auf die Stadt in Nordsyrien richtete, ist nicht mehr viel zu spüren. Wie ist die aktuelle Situation dort?

Damals verdeutlichten Berichte im Fernsehen und anderen Medien, wie wichtig es war, die Stadt zu retten. Deprimierend ist, dass all die Versprechen, sie zu fördern, nicht gehalten wurden. Dabei nimmt die immer noch weitgehend zerstörte Stadt, die ein Trümmerfeld im Wiederaufbau ist, jede Menge syrische Flüchtlinge auf. 200.000 Menschen leben nun dort. Die Türkei schneidet mit ihrem Mauerbau an der etwa 1.000 Kilometer langen Grenze zu Nordsyrien Kobani zunehmend von der Außenwelt ab, begleitet obendrein von permanenten Angriffen durch die türkische Armee.

Wie können die Menschen so überhaupt leben?

Viele sind trotz der Gefahr zurückgekehrt, weil sie ein freies Leben f...

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