20.02.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Solch Unrecht darf es nie wieder geben«

Niedersachsen will den »Radikalenerlass« aufarbeiten. Gespräch mit Jutta Rübke

Claudia Wrobel

Sie haben Ihre Arbeit als »Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der Schicksale im Zusammenhang mit dem sogenannten Radikalenerlass« erst Anfang des Monats aufgenommen. Wie sehen Ihre ersten Schritte aus?

Die Grundlage für meine Arbeit ist ein Beschluss der Landesregierung, in dem mir Vorgaben gemacht werden und alle Ressorts angewiesen wurden, mir Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Das klappt hervorragend. Bis jetzt haben wir angefangen, im Justizministerium Unterlagen zu sichten, und sind nun im Innenministerium dabei. Vor Ort dauert das in der Regel drei bis vier Tage. Die nächsten Stationen werden sein: Verfassungsschutz, Kultusministerium, Wissenschaftsministerium, eigentlich alle Ministerien, die davon betroffen sein können.

Welche Akten bekommen Sie von den Ressorts?

Wir brauchen eine Ahnung, wie es dazu gekommen ist, wie und warum in Niedersachsen 1972 dieser Berufsverbotserlass umgesetzt wurde. Man hätte ja auch sagen können, man kümmert sich nic...

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