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18.02.2017 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Papst ist schuld

Geht es nach der FAZ, hätte Venezuelas Opposition die Regierung fast gestürzt – wäre nicht der Vatikan gewesen

André Scheer

Geht es nach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ist in Venezuela in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten bestimmt schon ein Dutzend Mal die castro-kommunistisch-kubanische Diktatur eingeführt worden. Die arme, immer rein friedliche und ganz demokratische Opposition wurde erst von Hugo Chávez und nun von Nicolás Maduro aufs Übelste schikaniert. Der heilige Zorn entflammt deshalb die Schreiber der »Zeitung für Deutschland« zum publizistischen Kampf gegen die rote Gefahr aus dem Süden.

Ein schönes Beispiel für solchen Eifer bei der Bewahrung des Abendlandes ist Matthias Rüb. In der FAZ vom vergangenen Dienstag verkündete er von Buenos Aires aus, Maduro wolle »nur Wahlen ohne Opposition« und habe dafür den »Segen des Papstes«. Venezuelas Opposition sei im vergangenen Oktober kurz davor gewesen, auf den Präsidentenpalast Miraflores zu marschieren. Doch dann habe die Kirchenspitze die Bilderbuchdemokraten zu Verhandlungen mit der Regierung gezwungen. »Die Ve...

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