20.02.2017 / Ausland / Seite 8

»Schäuble tat alles, um Transparenz zu verhindern«

Bundesfinanzminister stemmt sich gegen ein öffentlich einsehbares Unternehmensregister in der EU. Gespräch mit Karl-Martin Hentschel

Gitta Düperthal

In einer der nächsten Sitzungen, voraussichtlich am Dienstag, wird das Bundeskabinett über das Umsetzungsgesetz zur 4. EU-Geldwäscherichtlinie entscheiden. Das Netzwerk Steuergerechtigkeit befürchtet, die neue Regelung werde weder Kapitalbewegungen transparenter gestalten noch Steuerflucht, Geldwäsche und Korruption eindämmen. Warum?

Um Geldwäsche und die dahinter stehenden Straftaten bekämpfen zu können, müssen alle Nutznießer von Unternehmen, Trusts und Stiftungen verpflichtend im öffentlich einsehbaren Register erfasst werden. Nur so ist zu erfahren, ob jemand sein Geld verstecken will, wem die entsprechende Gesellschaft gehört, wer Begünstigter ist. Selbst die Regierungschefs der 20 reichsten Industrieländer, G 20, hatten 2013 beschlossen, etwas gegen Steueroasen zu unternehmen. Sie hatten feststellen müssen, dass Google und Apple sie hinters Licht führen. Viele Konzerne haben ihre Hauptgewinne stets auf den Bermudas gemacht, obgleich sie dort keine An...

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