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17.02.2017 / Feminismus / Seite 15

Berliner Museum würdigt Heimatlose

Eine Ausstellung zu Leben und Werk der Fotografinnen Gerti Deutsch und Jeanne Mandello

Christiana Puschak

Der Weg zum Verborgenen Museum in Berlin-Charlottenburg lohnt sich. Bis zum 5. März ist dort eine kleine, aber feine Ausstellung zu sehen, die sich dem »Schicksal Emigration« widmet. Rekonstruiert wird ein Stück Geschichte: Es ist die persönliche der Fotografinnen Gerti Deutsch (1908–1979) und Jeanne Mandello (1907–2001), beide jüdischer Herkunft, die in den 1930er Jahren emigrieren mussten.

Für die Wienerin Gerti Deutsch wurde in London der Picture Post, ein 1938 gegründetes liberales antifaschistisches Magazin, zur beruflichen Heimat. Als eine von wenigen Frauen arbeitete sie für diese damals führende Illustrierte. Fotoserien zu den Transporten jüdischer Kinder aus Deutschland ins rettende Exil fanden dort Aufnahme. Deutsch hatte 1933 bis 1935 in Wien eine Ausbildung zur Fotografin absolviert. Ihre Straßenszenen, Alltagsmotive und Porträts aus den 1930er Jahren standen der Bildästhetik einer verklärenden Heimatfotografie entgegen. 1936 musste sie ihre He...

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