17.02.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Siemens legt die Axt an

Schock für Belegschaft: Konzern will in Tübingen mehr als die Hälfte der Stellen streichen

So sieht »Sparen« aus: Der Industriekonzern Siemens will an seinem Standort in Tübingen mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze streichen. Die Montage von Motoren soll komplett nach Tschechien verlagert, ein Teilbereich an Zulieferer gegeben werden. Begründung des Konzernriesen am Donnerstag: Das Getriebemotorengeschäft schreibe seit längerem deutliche Verluste. Der Bereich habe mit Größennachteilen gegenüber Wettbewerbern wie etwa SEW Eurodrive in Bruchsal zu kämpfen. Die Zahl der Mitarbeiter soll deshalb bis Frühjahr 2020 von derzeit 580 auf 250 reduziert werden.

Die Belegschaft war am Donnerstag informiert worden. Die Mitarbeiter reagierten nach Gewerkschaftsangaben schockiert. Bei der Mitarbeiterversammlung hätten einige Tränen in den Augen gehabt, spontan hätten sie sich zu einer Kundgebung vor dem Werk versammelt.

Die erste Bevollmächtigte der IG Metall Reutlingen-Tübingen, Tanja Grzesch, reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung. Betriebsräte und...

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