13.02.2017 / Inland / Seite 4

Keine »Distanzierungsspiele«

Theorie und Praxis: Rund 400 Teilnehmer kamen am Wochenende zur Aktionskonferenz »G 20 entern« in Hamburg

Kristian Stemmler, Hamburg

Sie wollen den Kapitalismus nicht zähmen, reformieren oder irgendwie transformieren, sondern »versenken«. Auf dem Campus der Universität Hamburg trafen sich am Samstag rund 400 Menschen zur Aktionskonferenz von »G 20 entern«, dem wohl radikalsten Flügel der Protestbewegung gegen das Gipfeltreffen der Regierungschefs der 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer und Vertretern der EU am 7. und 8. Juli in der Hansestadt. Theoretischer Input, praktische Vorbereitung und Austausch untereinander – all das ermöglichte die Konferenz.

Im Hörsaal des Unigebäudes war Schwarz an diesem Tag die vorherrschende Farbe. Am Dresscode war erkennbar, dass die Mehrzahl der Zuhörer zu autonomen Gruppen gehörte. Gleich zu Beginn unternahm der Autor Tomasz Konicz mit dem Plenum einen Streifzug durch die jüngere Geschichte des nach seiner Ansicht kollabierenden Kapitalismus. So nüchtern sein Vortrag daherkam, so explosiv war der Inhalt.

Der Kapitalismus untergrabe sein eigenes...

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