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10.02.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die Identitären haben Räume besetzt«

In der neurechten Bewegung sammeln sich nicht mehr nur dumpfe Mitläufer. Das macht sie um so ­gefährlicher. Gespräch mit Volkmar Wölk

Markus Bernhardt

In den vergangenen Monaten hat die sogenannte Identitäre Bewegung verstärkt auch in der Bundesrepublik von sich reden gemacht. Wer steckt dahinter, und was ist deren politischer Ansatz?

Es handelt sich hauptsächlich um jüngere Menschen, überwiegend um Männer. Das ist nicht ungewöhnlich für Strukturen der extremen Rechten. Ungewöhnlicher ist der Umstand, dass die Mehrheit von ihnen studiert oder das Studium bereits beendet hat. Das hat dazu geführt, dass sie sich beim Zusammenbasteln ihrer Ideologie nicht nur beim entsprechenden deutschen Gedankengut bedienen, sondern sehr intensiv auch der »Klassiker« unter den einschlägigen Autoren besonders in Frankreich und Italien. Überhaupt greifen sie auf, was an aktuellen Publikationen zur Modernisierung der eigenen Ideologie brauchbar ist.

Was genau?

Das können Werke der deutschen »konservativen Revolution« sein, strategische Schriften aus dem Frankreich der sechziger Jahre oder ein italienischer autoritärer Esoterik...

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