10.02.2017 / Titel / Seite 1

Wieder nichts passiert

Explosion in französischem Atomkraftwerk Flamanville. Behörden wiegeln ab

Hansgeorg Hermann, Paris

Es ist mal wieder »nichts passiert«. Kein Problem, kein Unfall im »Nuklearbereich«, versicherten am Donnerstag die Präfektur Manche (Ärmelkanal) und die französische Energiebehörde, nachdem am Morgen eine Explosion im Atomkraftwerk Flamanville die Bewohner des gleichnamigen normannischen Dorfes aufgeschreckt hatte. Fünf Arbeiter hätten bei dem Vorfall, der sich angeblich im Maschinenraum des Reaktors I ereignete, leichte Rauchvergiftungen erlitten. Das AKW hat zwei Reaktoren in Betrieb, von denen einer nun abgeschaltet ist. Ein dritter Reaktor ist im Bau. Sprecher der Umweltpartei EELV (Europe Écologie – Les Verts) sahen in dem Unfall einen »neuerlichen Beweis dafür, dass Atomenergie nicht sicher ist und durch umweltfreundliche Energie ersetzt werden muss«.

Betreiber des Kraftwerks ist die EDF (Électricité de France), an der der französische Staat 84,8 Prozent der Aktien hält. Konstruiert wurden die beiden aktiven Reaktoren von der mit insgesamt 91 Pro...

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