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08.02.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Antikommunismus schwächt Export

Im Gegensatz zu Präsident Donald Trump wollen US-Konzerne gute Geschäfte mit Kuba machen

Volker Hermsdorf

Die neue US-Regierung findet in der eigenen Bevölkerung keine Mehrheit für einen Kurswechsel gegenüber Kuba. Während der Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer am Freitag angekündigt hatte, die Annäherungspolitik von Trumps Vorgänger Barack Obama »komplett zu überprüfen«, sprechen sich rund 75 Prozent der US-Bürger in Umfragen für eine Verbesserung der Beziehungen zu Havanna aus. Den stärksten Gegenwind hat Präsident Donald Trump jedoch aus der US-Wirtschaft und von den Lobbyisten der Landwirte zu erwarten, die kein Interesse an einer neuen Eiszeit haben.

Zum selben Zeitpunkt, als Trumps Sprecher vor der Presse in Washington – symbolträchtig am 55. Jahrestag der Verhängung der bis heute geltenden Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade durch US-Präsident John F. Kennedy – seine Erklärung zu Kuba abgab, beendete eine hochrangige kubanische Wirtschaftsdelegation in der US-Hauptstadt eine zwölftägige Verhandlungsreise durch verschiedene Staaten des Landes. ...

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