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08.02.2017 / Ausland / Seite 6

Kein Arzt in Sicht

Kenias Mediziner streiken seit zwei Monaten für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Der Regierung fehlt dafür das Geld

Christian Selz, Kapstadt

Kenias Ärzte sind derzeit eher auf Twitter als im Krankenhaus zu finden. Seit dem 4. Dezember streiken die Mediziner. Sie fordern das Inkrafttreten eines bereits im Jahr 2013 mit der Regierung ausgehandelten Abkommens, das ihnen deutliche Gehaltserhöhungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen garantieren sollte. Doch umgesetzt wurde die Vereinbarung bisher nicht, die Fronten sind verhärtet. Die Justiz droht den Führern der Medizinergewerkschaft KMPDU inzwischen gar mit Haftstrafen. Seit Montag vermitteln nun der Gewerkschaftsbund COTU und Kenianische Menschenrechtskommission KNCHR in dem Konflikt.

Um über die Zustände in den Krankenhäusern des Landes zu informieren, veröffentlichen Ärzte seit Mitte Januar ihre Erfahrungen im Internet. Die Palette reicht von fehlenden Gummihandschuhen und Medikamenten bis zu einem Krankenwagen, der nicht verfügbar war, weil ein Regierungsangestellter sich damit auf den Weg zum nächsten Markt gemacht hatte. »Die Regi...

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