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06.02.2017 / Inland / Seite 8

»Zu viele ›Sicherheitsorgane‹«

Wissenschaftler darf an Uni München arbeiten. Der Verfassungsschutz hatte seine Anstellung blockiert. Gespräch mit Kerem Schamberger

Gitta Düperthal

Das Ihnen angedrohte Berufsverbot ist abgewendet. Ihre Anwältin Herta Däubler-Gmelin hat vom Präsidenten des bayerischen Verfassungsschutzes nun das OK erwirkt, die Einschätzung Ihrer Person seitens der »Sicherheitsbehörde« zu veröffentlichen. Was stuft der VS so alles als verfassungsfeindlich ein?

Der Verfassungsschutz hat einen siebenseitigen Brief mit 13 Anlagen als Beweis meiner angeblichen Verfassungsfeindlichkeit an die Münchener Universität geschickt: Zum Beispiel hat er meine Teilnahme als Moderator an einer Podiumsdiskussion 2012, kurz nach Beginn des Syrien-Krieges, so eingeschätzt. Die Veranstaltung, unterstützt von Linkspartei, DKP, der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), dem Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV- DEM), und dem Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK), wertet er als Zusammenarbeit mit PKK-nahen Organisationen. Er ignoriert, dass das Thema der gemeinsamen Veranstaltung von tü...

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