06.02.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Tödliche Umarmung

Donald Trump und die Kurden in Syrien

Peter Schaber

US-amerikanische Medien sind sich einig: Die wohl größte außenpolitische Herausforderung für die neue Regierung in Washington wird der Krieg in und um Syrien sein. Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf die Messlatte sehr hoch gelegt. Seine Vorgängerregierung beschuldigte er, im Irak wie in Syrien ohne jede Strategie agiert zu haben, Barack Obama und Hillary Clinton hätten Terrorgruppen wie den »Islamischen Staat« (IS) regelrecht »erschaffen«. Er dagegen verfüge über einen Plan, den IS zu zerschlagen.

Unklar blieb allerdings, wie dieser Plan aussieht. Die einzige Konstante in Trumps Wortmeldungen zu Syrien war und ist, dass er den IS als Hauptfeind betrachtet, dessen Bekämpfung alle anderen Ziele in der Region unterzuordnen seien. Knapp zwei Wochen nach der Inauguration des 45. Präsidenten deuten sich nun einige Züge der neuen US-Strategie an.

Seit Dienstag voriger Woche ist zumindest sehr wahrscheinlich, dass die neue Administration an der Kooperation mit...

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