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03.02.2017 / Feminismus / Seite 15

Keine Diskriminierung?

ZDF-Reporterin scheitert mit Klage für mehr Lohngerechtigkeit. Richter sieht keine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Berufung angekündigt

Jana Frielinghaus

Richter Michael Ernst hatte bereits beim ersten Verhandlungstermin im Dezember mit seiner Einschätzung der Angelegenheit für Empörung gesorgt. Auf der Agenda stand der Fall der ZDF-Reporterin Birte Meier, die vor dem Berliner Arbeitsgericht eine Entschädigung in Höhe von 70.000 Euro für jahrelange Benachteiligung beim Gehalt gegenüber männlichen Kollegen gefordert und Auskunft über die Bezahlung der Beschäftigten des Senders mit vergleichbarer Tätigkeit gefordert hatte (siehe jW vom 16.12.).

Am Mittwoch nun entschied die Kammer, die Klage abzuweisen. In der Pressemitteilung der Gerichts zum Urteil (Az. 56 Ca 5356/15) heißt es, Meier habe »keine Tatsachen vorgetragen, die auf eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung bei der Vergütung von Männern und Frauen hindeuten würden«. Die von ihr benannten männlichen Kollegen mit höherem Entgelt befänden sich in anderen, nicht vergleichbaren Beschäftigungsverhältnissen mit dem ZDF. Eine Diskriminierung der Klägerin ...

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