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03.02.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mittendrin statt nur dabei

Börsenchef Carsten Kengeter soll Gewinne durch Insiderwissen erzielt haben

Mitten im Tauziehen über die Fusion mit der Londoner Börse ist Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter ins Visier der Strafverfolger geraten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen Insiderhandels gegen ihn, weil er gut zwei Monate vor dem Bekanntwerden der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE) in großem Stil Aktien von Deutschlands größtem Börsenbetreiber gekauft hat. Zu diesem Zeitpunkt habe er schon seit Monaten Gespräche mit der LSE geführt, erklärte die Behörde am Donnerstag.

Aufsichtsratschef Joachim Faber stellte sich hinter seinen Vorstandschef. »Die Vorwürfe sind haltlos«, ließ er am Mittwoch abend mitteilen. Kengeter habe die Aktien etwa einen Monat vor der Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen mit der LSE gekauft. Es geht um Deutsche-Börse-Aktien für 4,5 Millionen Euro, die Kengeter im Dezember 2015 erworben hatte. Gut zwei Monate später machte die Börse die Fusionspläne mit der LSE öffentlich. Beide Aktienkurse zogen daraufhin deut...

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