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02.02.2017 / Feuilleton / Seite 10

Der dämonische Baron

Timm Thaler und der reichste Mann der Welt: Andreas Dresen hat ­seinen teuersten Film gedreht

F.-B. Habel

Kleine Jungen und große Hotels – im Kinderbuch eine Erfolgsgeschichte. In Erich Kästners »Emil und die Detektive« oder in Wolf Durians »Kai aus der Kiste« und natürlich in »Timm Thaler« von James Krüss. Die große, geheimnisvolle Welt des Hotels und der neugierige, fürwitzige, noch naive Knabe sind ein reizvoller Gegensatz, der auch das erwachsene Publikum anspricht, wenn der junge Mann beispielsweise Felix Krull heißt.

All diese Vorlagen wurden zu erfolgreichen Spielfilmen, »Timm Thaler« ist der vorerst letzte Edelstein in dieser Kette. Die Vorlage stammt von James Krüss (1926–1997): »Timm Thaler oder das verkaufte Lachen« erschien 1962. Es ist sein bekanntestes Kinderbuch. Für die bundesdeutschen Verhältnisse im damaligen CDU-Staat enthält es eine erstaunliche Kapitalismuskritik. Krüss erzählt eine Geschichte von einem fröhlichen und phantasievollen, wenn auch armen Jungen in den 1920er Jahren, der von seinen Verwandten drangsaliert wird. Er lernt den...

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