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02.02.2017 / Inland / Seite 2

»Ralf S. wird zum verrückten Einzeltäter erklärt«

Bei den Ermittlungen zum Wehrhahn-Attentat im Juli 2000 machten die Düsseldorfer Behörden viele Fehler. Gespräch mit Frank Laubenburg

Claudia Wrobel

Am gestrigen Mittwoch wurde, nach fast 17 Jahren, ein mutmaßlicher Täter des Bombenanschlags am 27. Juli 2000 in Düsseldorf Wehrhahn verhaftet, bei dem zehn Menschen überwiegend jüdischen Glaubens verletzt wurden. Wie war die rechte Szene damals in der Region aufgestellt?

Die »Kameradschaft Düsseldorf« betrieb zu der Zeit das »Nationale Infotelefon«. Das Telefon spielte damals noch eine bedeutende Rolle für die Kommunikation. Und schon vor dem Wehrhahn-Anschlag gab es neonazistische Überfälle, etwa als ein Grieche und ein Afghane auf einer S-Bahn-Station auf die Gleise gestoßen wurden. Für die Behörden war das aber kein Thema. Bei dem erwähnten Überfall sagten sie, es handele sich nicht um einen Mordversuch, weil kein Zug gekommen sei, und es habe keinen rechten Hintergrund gegeben. Dabei haben Antifagruppen recherchiert, dass die Täter Mitglieder einer Neonaziband waren, die von einer Probe kamen.

Ralf S., der nun verhaftet wurde, ist bereits kurz nach dem...

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