31.01.2017 / Inland / Seite 5

Flüchtling und Kollege

Gewerkschafter nach Afghanistan ausgewiesen – in Kabul droht ihm der Tod. Innenministerium will Sammelabschiebungen nicht mehr ankündigen

Simon Zeise

Bayerns Innenminister verbreitet Angst und Schrecken. Nach den Abschiebungen junger Afghanen sorgen sich Pflegefamilien hierzulande nach Angaben von Sozialverbänden um die Zukunft ihrer afghanischen Pflegekinder, meldete dpa am Montag. »Viele unserer Pflegeeltern haben jetzt Angst vor der Abschiebung der jungen afghanischen Männer«, sagte etwa der Leiter des Pflegekinderdienstes der Diakonie Rummelsberg bei Nürnberg, Benno Schlag. In dem Ort werden derzeit 30 Familien betreut, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als Pflegekinder aufgenommen haben. Etwa die Hälfte davon seien junge Afghanen. Zwar seien die Asylverfahren der meisten von ihnen noch nicht abgeschlossen, da aber die Anerkennungsquote für afghanische Asylbewerber zuletzt stark gesunken sei, sorgten sich die Familien um die Zukunft ihrer demnächst erwachsen werdenden Pflegekinder, sagte Schlag gegenüber dpa.

Das bayerische Innenministerium legt den Flüchtlingen Steine in den Weg, wo es nur...

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