25.01.2017 / Inland / Seite 5

Butterwegge und Schneider gegen Armut

Linke-Präsidentschaftskandidat und Wohlfahrtsverbandschef diskutieren Neoliberalismus

Johannes Supe

Ulrich Schneider kann auch überraschen. Nein, die 15 Prozent der tatsächlich Armen in der Republik machten ihm noch nicht die größten Sorgen. Hätten »nur« die mit der Not zu kämpfen, dann müsste es 85 Prozent der Bevölkerung ja recht gut gehen, so der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Doch leider sei die Situation in der BRD eine andere. »40 Prozent der Bevölkerung besitzen nichts, oder sie haben Schulden angehäuft. Diese Menschen leben oft von der Hand in den Mund.« Allerdings werde das von der Presse oder der Politik nur selten wahrgenommen. Lieber berausche man sich an immer neuen ökonomischen Höchstzahlen. »Aber dieses Feiern geht brutal an der Realität vorbei.«

Am Montag abend stellte Schneider sein neues Buch »Kein Wohlstand für alle!?« in Berlin vor. Unterstützt wurde er vom Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge, der als Kandidat der Partei Die Linke für das Amt des Bundespräsidenten antritt. Zwischen beiden entspann sich ein Dia...

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