24.01.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Thailand unter Wasser

Flutkatastrophe im Süden könnte Wirtschaftsleistung deutlich einbrechen lassen. Vor allem Kautschukbäume und Ölpalmen sind vom Absterben bedroht

Thomas Berger

Thailand steht ökonomisch ein schwieriges Jahr bevor. Die verheerenden Überflutungen in weiten Teilen des Südens bereiten nicht nur aktuell erhebliche Sorgen, sondern dürften auch längerfristig eine Herausforderung für das südostasiatische Land werden. Laut einer aktuellen Zwischenbewertung aus der vergangenen Woche durch die Handelskammer des Königreiches könnte das Land zwar an einer großen Katastrophe vorbeischrammen, falls sich die Wassermassen rechtzeitig zurückziehen. Wenn aber die Überflutung großer Flächen länger anhalte – worauf die im Wetterbericht für die nächsten Tage angekündigten Niederschläge hindeuten –, sei mit Schäden von bis zu 120 Milliarden Baht (drei Milliarden Euro) zu rechnen.

Vichai Assarasakorn, Vizechef der Handelskammer, verwies dabei auf die enormen Risiken vor allem für die Plantagenwirtschaft. Ölpalmen hielten mit »nassen Füßen« immerhin rund einen Monat durch. Bei den Kautschukbäumen werde es bereits nach knapp drei Wochen h...

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