24.01.2017 / Abgeschrieben / Seite 8

Abschiebestopp gefordert

In einer Pressemitteilung forderte der Paritätische Wohlfahrtsverband am Montag einen Stopp von Abschiebungen nach Afghanistan:

Der Paritätische unterstützt die Forderungen des schleswig-holsteinischen Innenministers nach einem vorübergehenden Abschiebestopp nach Afghanistan. Zu überprüfen sei zudem, inwiefern den Betroffenen in der aktuellen Lage subsidiärer Schutz zuerkannt werden kann.

»Es ist nicht nachvollziehbar, warum gerade jetzt, wo sich die Situation in Afghanistan nachweislich drastisch verschlechtert hat, der faktische Abschiebestopp für Afghanistan aufgehoben und verstärkt dorthin abgeschoben werden soll«, so Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. Der Verband verweist auf den aktuellen Lagebericht des UNHCR von Dezember, in dem hervorgehoben werde, dass sich die Sicherheitslage im Land seit April 2016 deutlich verschlechtert hat. Allein im ersten Halbjahr 2016 wurden 1.601 zivile Tote und 3.565 verletzte Zivi...

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