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19.01.2017 / Ausland / Seite 7

Steiniger Weg zum Frieden

Kolumbien: ELN-Guerilla und Regierung wollen verhandeln

Jan Schwab

Am vergangenen Samstag hat die marxistische Guerilla Nationale Befreiungsarmee (ELN) – die nach den kommunistisch orientierten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) zweitgrößte Guerillaorganisation des Landes und die kolumbianische Regierung erneut Sondierungsgespräche über die Möglichkeit eines Friedensprozesses aufgenommen. Bereits seit 52 Jahren befinden sich beide Seiten in einem bewaffneten Konflikt. Zuletzt hatte die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos den zuvor ausgehandelten Termin für den Beginn von öffentlichen Verhandlungen am 27. Oktober vergangenen Jahres in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito ausgesetzt. Die Regierung warf der Guerilla vor, ihren in vorangegangenen Gesprächen vereinbarten Verpflichtungen nicht nachgekommen zu sein.

Dabei ging es insbesondere um die Freilassung des von der ELN entführten ehemaligen Parlamentariers Odín Sánchez. Er ist berüchtigt und bereits verurteilt für seine Verbindungen zum ultrarechten P...

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