19.01.2017 / Ausland / Seite 7

Burundi straft Zechpreller

Weil die EU nicht für den Einsatz seiner Soldaten in Somalia zahlen will, zieht der ostafrikanische Kleinstaat seine Truppen ab

Christian Selz, Kapstadt

Die Regierung Burundis hat am Montag erklärt, ihren Teil der Truppen aus der Interventionsmission der Afrikanischen Union in Somalia (Amisom) zurückzuziehen. Grund seien ausstehende Gehaltszahlungen für die insgesamt 5.400 burundischen Soldaten. »Wenn unsere Truppen nicht bezahlt werden, während andere Truppen aus Uganda oder Kenia regelmäßig Geld bekommen, wie kann eine ernsthafte Regierung das akzeptieren?« fragte Vizepräsident Gaston Sindimwo am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Bujumbura. Der Nachrichtenagentur AFP sagte Sindimwo zudem, der Schritt sei seit langem angekündigt gewesen und werde nun unverzüglich umgesetzt.

In der Tat hatte Burundis Verteidigungsminister Emmanuel Ntahomvukiye bereits im vergangenen November vor dem Parlament erklärt, dass seit Januar kein Sold für die burundischen Soldaten gezahlt worden sei. Die Regierung hatte daraufhin die AU gewarnt, man werde die Truppen abziehen, sollten die Geldmittel nicht u...

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