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21.01.2017 / Ausland / Seite 7

Jammeh am Ende

Westafrikanischer Staatenbund marschiert in Gambia ein. Armee leistet keinen Widerstand. Entmachteter Präsident verhandelt über Rückzug

Christian Selz, Kapstadt

In Gambia hat der bisherige Präsident Yahya Jammeh die Macht de facto verloren. Am Donnerstag waren Truppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS in den Kleinstaat einmarschiert. Kurz zuvor war der Oppositionskandidat Adama Barrow, gegen den Jammeh die Wahlen am 1. Dezember verloren hatte, in der gambischen Botschaft in Dakar, der Hauptstadt des einzigen Nachbarlands Senegal, als neuer Präsident seines Landes vereidigt worden. Am Freitag stoppte die ECOWAS die Offensive noch einmal, um Jammeh ein weiteres Ultimatum zu stellen. Bis zwölf Uhr Ortszeit sollte er demnach zurücktreten. Die Afrikanische Union erklärte via Twitter bereits um 11.04 Uhr, dass sie Barrow als »demokratisch gewählten und rechtmäßig eingeschworenen Präsidenten Gambias« betrachte, Jammeh sei ein »früherer Präsident«.

Das Regime des Mannes, der Gambia seit einem Militärputsch 1994 gut 22 Jahre regiert hatte, war zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits zerfallen. Nachdem in den ver...

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