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13.01.2017 / Inland / Seite 4

Kein sicherer Ort in Afghanistan

Nach alarmierendem UNHCR-Bericht erwägt Schleswig-Holstein Abschiebestopp

Kristian Stemmler

Die Front der Bundesländer, die sich an der für diesen Monat geplanten zweiten Sammelabschiebung nach Afghanistan beteiligen wollen, bröckelt offenbar. Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) brachte am Dienstag mit Verweis auf einen Bericht des Flüchtlingshilfswerks UNHCR einen dreimonatigen Abschiebestopp für afghanische Flüchtlinge ins Spiel. Beschlossen sei dieser Schritt noch nicht, »wir erwägen das«, erklärte das Innenministerium in Kiel am Donnerstag gegenüber junge Welt.

Laut taz vom Mittwoch sieht sich Studt durch den UNHCR-Bericht in seinen Bedenken bestätigt. Die Sicherheitslage in Afghanistan sei »nicht nur grundsätzlich kritisch, sie hat sich in den vergangenen Monaten noch einmal rapide verschlechtert«. Bereits im April 2016 hatte das UNHCR konstatiert, dass überall in Afghanistan Bürgerkrieg herrsche und die Menschen dort akut gefährdet seien. In dem Bericht heißt es laut Zeit Online, seitdem habe sich die Sicherheitslage im Lan...

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