11.01.2017 / Ausland / Seite 2

»Spitzel führten enge Beziehungen mit ihren Opfern«

Britische verdeckte Ermittler haben sich Vertrauen von Aktivisten erschlichen. Die wollen den Skandal in einem Film beleuchten. Gespräch mit Jason Kirkpatrick

Christian Bunke

Der Einsatz von verdeckten Ermittlern der britischen Polizei hat sich vor knapp zwei Jahren zu einem regelrechten Skandal entwickelt. Auch Sie wurden von einem angeblichen Freund ausspioniert. Warum haben Sie sich entschieden, den Vorgang in einem Film aufzuarbeiten?

Während unseres Kampfes für die Aufklärung des internationalen Skandals um verdeckte Ermittler mussten wir uns mit der polizeilichen Propagandamaschine auseinandersetzen. Immer wieder scheint es eine Kooperation zwischen Privatkonzernen, Sicherheitsfirmen, der Polizei und Staatsanwaltschaften zu geben, um soziale Bewegungen zu diskreditieren. Deshalb will ich meine Seite der Geschichte erzählen und angesichts der Lügen von Polizei und Regierungen nicht länger untätig bleiben.

In England und Wales soll ein Untersuchungsausschuss Aufklärung schaffen. Erhoffen Sie sich etwas davon?

Ich bin einer von etwa 170 nichtstaatlichen Zeugen in dieser Untersuchung, da ich ein Ziel des verdeckten Ermittlers M...

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