10.01.2017 / Inland / Seite 2

»Praktisch wird uns das nicht weiterbringen«

Eine Regierungsbeteiligung der Partei Die Linke würde bei vielen Aktivisten das »Frustpotential« erhöhen. Ein Gespräch mit Aitak Barani

Claudia Wrobel

Wir befinden uns in einem Jahr, in dem drei Landtage und der Bundestag gewählt werden. Welche Chancen sehen Sie in einer linken Regierungsbeteiligung, insbesondere im Bund?

Chancen erkenne ich gar keine. Gehen wir davon aus, dass es vielleicht ökonomisch etwas bergauf geht, auch wenn es gerade nicht so aussieht, dann könnte man vielleicht annehmen, dass eine Regierung unter linker Beteiligung zumindest einige soziale Brotsamen an »die da unten« mehr verteilen wird. Das war es aber auch.

Wenn also die Risiken überwiegen, welche sind das für Sie?

Ich glaube, die realistischere Perspektive ist, dass es nur dazu führt, dass die Potentiale in der Bevölkerung, sich selbst zu organisieren, wieder mal verpuffen. Viele denken dann, sie könnten die Verantwortung an eine Partei abgeben, die es für sie richtet. Zum anderen steigert es meiner Meinung nach das Frustpotential, weil SPD und Grüne ja die einzigen möglichen Koalitionspartner für Die Linke sind – es ...

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