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09.01.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Eine Klasse macht Kasse

Geschichte ignoriert, Nachkommen der Feudalaristokratie vom Staat gepampert: Wie Polens Adelserben unverkäufliches Eigentum versilbern

Reinhard Lauterbach

Aushängeschild der polnischen Regierung ist eine Sozialleistung: Ab dem zweiten und für jedes weitere Kind gibt es umgerechnet 110 Euro. Das zuständige Ministerium schätzt, dass rund 3,7 Millionen Kinder Anspruch darauf haben – das wären knapp zehn Prozent der polnischen Bevölkerung. Rund zehn Milliarden Euro lässt sich der Staat das jährlich kosten. Dies sichert auch die stabile Popularität der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in jenen Teilen der Gesellschaft, an deren Lebenswirklichkeit der Streit um Verfassungsgericht und Gewaltenteilung vorbeigeht. Doch im Schatten dieser Sozialpolitik findet eine ganz andere Umverteilung statt: aus der Staatskasse auf die Konten des früheren polnischen Hoch- und Kleinadels.

Kurz vor Silvester gab Kulturminister Piotr Glinski den Ankauf einer Kunstsammlung der ehemaligen Fürsten Czartoryski bekannt. Für 100 Millionen Euro gehen 86.000 Objekte und 250.000 historische Bücher in den Besitz »der Nation« ü...

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