09.01.2017 / Ausland / Seite 6

Msimanga spielt Fußball

Südafrikanischer Bürgermeister brüskiert eigene Regierung und China mit Reise nach Taiwan

Christian Selz, Kapstadt

Noch nicht einmal fünf Monate ist Solly Msimanga im Amt. Doch das reichte dem neuen Oberbürgermeister von Tshwane, der Metropolregion mit der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria, um Südafrikas Regierung vor erhebliche Schwierigkeiten zu stellen. Der 36jährige Politiker der neoliberalen Oppositionspartei Democratic Alliance (DA) war über den Jahreswechsel auf Einladung Taiwans nach Taipeh gereist und hatte sich dort mit seinem Amtskollegen Ko Wen-je getroffen. Angeblich wollte Msimanga auf der abtrünnigen chinesischen Insel Investoren gewinnen. Statt dessen hat er jedoch eine diplomatische Krise heraufbeschworen – und das offenbar bewusst.

Südafrika fühlt sich – wie alle Länder, die diplomatische Beziehungen mit China unterhalten – der Ein-China-Politik verpflichtet. Ebenso wie Peking erkennt Pretoria Taiwan nicht als eigenständigen Staat an – und die dortige Administration nicht als Regierung. Msimanga dürfte das gewusst haben, doch er hat offensichtlich ...

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