07.01.2017 / Feuilleton / Seite 11

Mephisto auf dem leeren Rummelplatz

Freundliche Widerhaken: E-Musik-Komponist Antanas Rekasius in einer Neueinspielung von Apartment House

Robert Mießner

Das Cello, es muss noch mal richtig durchgeatmet haben, schlägt einen Ton an, irgendwo an der Schnittstelle von Sehnsucht und Wehmut. Das Saxophon, es muss noch mal tief Luft geholt haben, greift das Motiv für ein kurzes Echo auf und nimmt es zur Startbahn einer ganz eigenen, dennoch verwandten Klage. Vorher schon hat sich aus dem Unterholz das Schlagwerk gemeldet; es wird eine filigrane Zähigkeit beweisen. Wir hören in der Reihenfolge ihres Auftretens Anton Lukoszevieze, Simon Limbrick und Frank Gratkowski, drei Mitglieder des englisch-polnischen Quintetts Apartment House mit Querverbindungen zu Künstlern wie Gavin Bryars, Heaven 17 und Zeitkratzer. Wenige Minuten nur, und wir landen in der Klangwelt eines weithin vergessenen litauischen Komponisten – in der von Antanas Rekasius. »Epitafija«, »Epitaph«, heißt das Stück.

Wer war dieser Antanas Rekasius, von dem Apartment House auf ihrer CD »Fonogramatika« noch vier weitere Kompositionen interpretieren ...

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