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05.01.2017 / Inland / Seite 5

Sich selbst überlassen

Immer mehr jugendliche Obdachlose. Verein will helfen, Regierung ist überfordert

Susan Bonath

Tausende Kinder und Jugendliche leben auf Deutschlands Straßen. Abgekoppelt von staatlicher Hilfe schlagen sie sich durch. Markus Seidel, Sprecher der Stiftung »Off Road Kids«, registriert seit Jahren steigenden Hilfebedarf. Vor allem versteckte Obdachlosigkeit breite sich aus. Er meint Jugendliche, die bei wechselnden Bekannten Unterschlupf finden, aber den Kontakt zu Eltern, Behörden und Einrichtungen abgebrochen haben. Ihnen bietet die Stiftung nun mit der Onlineplattform »Sofahopper« die Option, sich anonym Hilfe zu holen. Dies werde »erstaunlich gut angenommen«, konstatierte Seidel am Dienstag im Gespräch mit junge Welt.

Dass mehr obdachlose Jugendliche Schlafplätze finden, liegt nach seiner Erfahrung an der wachsenden Vernetzung im Internet. »Sie tauschen sich in sozialen Netzwerken aus«, sagte Seidel. Dort habe sich das Onlineangebot bereits herumgesprochen. Den Kontakt nähmen Betroffene oder ihre Bekannten meist über den Chat auf. »Die Streetworker...

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