05.01.2017 / Titel / Seite 1

Mexiko in Flammen

Wütende Proteste nach Erhöhung der Benzinpreise. Staatschef Peña Nieto muss um sein Amt bangen

André Scheer

Blockierte Straßen, besetzte Tankstellen, brennende Zapfsäulen – in Mexiko hat eine zum 1. Januar erfolgte drastische Erhöhung der Benzinpreise zu einer unerwarteten Protestwelle geführt, die inzwischen 28 der 32 Bundesstaaten erfasst hat. Supermärkte wurden geplündert, im zentralmexikanischen Aguascalientes stürmten Demonstranten das dortige Regierungsgebäude. Inzwischen wird nicht mehr ausgeschlossen, dass die Empörung Staatschef Enrique Peña Nieto das Amt kosten könnte. Wie die Tageszeitung La Jornada am Mittwoch meldete, blockierten Demonstranten elf Lagerstätten und Transportterminals des Erdölkonzerns Pemex. Das Management des Unternehmens warnte bereits, dass die anhaltenden Unruhen zu Versorgungsengpässen im ganzen Land führen könnten.

Am 1. Januar waren in Mexiko die Preise für Benzin um 20 Prozent und die für Diesel um 16,5 Prozent erhöht worden. Zugleich griffen Teuerungen auch in vielen anderen Lebensbereichen. So kletterten die Preise für die ...

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