04.01.2017 / Ausland / Seite 7

Kandidatin gegen das Kapital

Mexiko: Indigene und Zapatisten wollen bei Präsidentschaftswahl 2018 antreten. Ziel ist eine antikapitalistische Basisdemokratie

Luz Kerkeling, Chiapas

In Oventik, dem Sitz der staatsunabhängigen zapatistischen Verwaltung im südmexikanischen Chiapas, wurde am 1. Januar, dem 23. Jahrestag des Aufstands der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN), vor über 2.000 Anwesenden eine historische Entscheidung bekanntgegeben, die das politische Establishment Mexikos herausfordern wird. Nach monatelangen Basisbefragungen in zahlreichen Regionen Mexikos hat der autonom und basisdemokratisch organisierte Nationale Indigene Kongress (CNI) beschlossen, eine indigene Frau aus den eigenen Reihen als Präsidentschaftskandidatin für die 2018 anstehenden Wahlen aufzustellen. Die Kandidatin wird explizit keiner politischen Partei angehören, sondern soll als Sprecherin und ausführende Kraft eines ebenfalls parteiunabhängigen Indigenen Regierungsrates fungieren, dem Vertreter aller 62 ursprünglichen Bevölkerungsgruppen angehören werden.

Die zentralen Forderungen des CNI für das durch Gewalt, Korruption, Ausbeutung, Disk...

Artikel-Länge: 3785 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe