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30.12.2016 / Feminismus / Seite 15

Verhütung mit Gottes Segen

Im Nordosten Kenias erläutern Musliminnen Mittel zur Geburtenkontrolle. Ehemann muss zustimmen

Nicolas Delaunay, AFP

Die Zuhörerinnen in ihren bunten Hidschabs tauschen verstohlene Blicke aus, hier und da ist verlegenes Kichern zu hören. Im winzigen Mütterzentrum von Wadschir, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordosten Kenias, lauschen etwa 40 Frauen aufmerksam der Islamlehrerin Deka Ibrahim. »Sind Sie sicher, dass das halal ist?«, also vom Islam erlaubt, fragt eine Frau mit Blick auf Pillen, Kondome und Spiralen. Bisher sind solche Verhütungsmittel in der wüstenartigen, vernachlässigten Region wenig verbreitet.

Nach einer Studie der Hilfsorganisation Save the Children nutzen nur zwei Prozent der Bevölkerung des Bezirks Wadschir Verhütungsmittel, in ganz Kenia sind es 58 Prozent. In der bitterarmen, muslimisch geprägten und vorwiegend von somalischen Nomaden bewohnten Gegend galten moderne Verhütungsmittel bisher als Verstoß gegen die Prinzipien des Islam. »Die muslimische Religion erlaubt die Nutzung dieser Methoden unter gewissen Umständen, vor allem wenn ...

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