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29.12.2016 / Ausland / Seite 7

Aufrüsten statt Frieden

Donald Trump will US-Waffenarsenal vergrößern und mit Russland »gut ausgekommen«

Knut Mellenthin

Donald Trump, der nächste Präsident der USA, hat in unverbindlicher und vager Form seinen Wunsch angedeutet, die Beziehungen zu Russland normalisieren zu wollen. Als Kontrastprogramm sind zur Zeit die republikanischen Hardliner John McCain und Lindsey Graham, beide Mitglieder des Senats, auf Goodwill-Tour in den früheren Ostseerepubliken der 1991 untergegangenen Sowjetunion unterwegs. Was am Dienstag in Estland begann, endet am heutigen Donnerstag in Litauen.

McCain und Graham haben während ihrer dreitägigen Tour darauf verzichtet, Trump offen zu kritisieren. Sie haben statt dessen den Schulterschluss mit dem künftigen Präsidenten simuliert, indem sie sich auf Ronald Reagans »Frieden durch Stärke« beriefen. Mit diesem Motto arbeitet auch Trump, der durch eine kräftige Steigerung der Militärausgaben die USA »so stark wie nie zuvor« machen will. Der twitterfreudige Milliardär hat indessen die sich aktuell bietende Gelegenheit ausgeschlagen, sich von McCain u...

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