29.12.2016 / Ausland / Seite 7

Nichts als Provokation

US-Anwältin wegen Gesetzesverstoßes aus Kuba ausgewiesen. Medien feiern »Menschenrechtlerin«

Volker Hermsdorf

Wenige Wochen vor Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Donald Trump am 20. Januar formieren sich ultrarechte Exilkubaner und Politiker in den USA, um die unter Barack Obama begonnene Entspannungspolitik gegenüber Kuba wieder zurückzudrehen. Auf Einladung der neoliberalen Denkfabrik »Heritage Foundation« kündigte der kubanische Systemgegner Antonio Rodiles Mitte Dezember bei einem Vortrag in Washington »gewalttätige Auseinandersetzungen« in Kuba an. Rodiles forderte Trump auf, in dieser Situation den »Kampf für die Menschenrechte« wiederaufzunehmen. Zwei Tage nach dieser Veranstaltung flog die unter anderem für ein Programm des US-Außenministeriums in Afghanistan tätige Rechtsanwältin Kimberley Motley nach Havanna, um dort Systemgegner zu unterstützen. Die kubanischen Behörden durchkreuzten den Plan jedoch und schickten die Anwältin umgehend zurück in die USA. Die US-Medien machten sie daraufhin zur gefeierten »Menschenrechtlerin«.

Kimberley Motley ist ...

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