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27.12.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Konflikte, die bleiben

Jahresrückblick 2016. Heute: Streiks. Trend zu fragmentierten Arbeitskämpfen setzt sich fort. Große Unterschiede zwischen Industrie- und Dienstleistungsbranchen

Daniel Behruzi

Im ersten Halbjahr 2015 war von einer »Rückkehr der Streiks« die Rede. Im Sozial- und Erziehungsdienst und bei der Post legten Zehntausende wochenlang die Arbeit nieder. Und 2016? Rückkehr zur bundesdeutschen Normalität scheinbar friedlicher Arbeitsbeziehungen? Eher nicht. Zwar ist die Zahl der Streiktage im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Die vielen kleineren und etwas größeren Arbeitskämpfe 2016 zeigen aber: Die Klassenkonflikte sind da, um zu bleiben.

2015 fielen mehr als zwei Millionen Arbeitstage wegen Streiks aus – so viele wie seit etlichen Jahren nicht mehr. Verglichen damit ist das diesjährige Niveau gering. In den ersten sechs Monaten 2016 fanden nach Zählung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung 405.000 Arbeitstage wegen Streiks nicht statt. Das sind allerdings immer noch mehr als im gesamten Jahr 2014.

Es waren nicht die großen Auseinandersetzungen um Fläc...

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