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27.12.2016 / Ausland / Seite 7

Jammeh gegen alle

Erst räumte Gambias Präsident seine Niederlage ein, dann ruderte er zurück und fordert nun Neuwahlen

Christian Selz, Kapstadt

Anfang des Monats überraschte Gambias Präsident Yahya Jammeh die Welt. Noch bevor die Wahlkommission das offizielle Ergebnis der Abstimmung vom 1. Dezember bekanntgegeben hatte, erkannte der Mann, der seit 22 Jahren an der Spitze des Landes steht, im staatlichen Fernsehen seine Niederlage an. Das Volk habe »entschieden, dass ich in den Hintergrund treten soll«, verkündete Jammeh.

Seinem Kontrahenten Adama Barrow gratulierte der Unterlegene zu einem »klaren Sieg« und wünschte ihm und »allen Gambiern das Beste«. Es hatte den Anschein, dass der kleinste Flächenstaat Afrikas erstmals seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1965 durch Wahlen einen Machtwechsel erleben würde. Doch inzwischen will Jammeh, der ehemalige Leutnant der Militärpolizei, der unter anderem in den USA ausgebildet wurde, von einer Niederlage nichts mehr wissen – obwohl auch die Wahlkommission Barrow am 9. Dezember zum eindeutigen Sieger erklärte.

Die triumphierende Opposition hatte sich ...

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