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21.12.2016 / Inland / Seite 5

Rot-Rot-Grün lässt räumen

Berliner Polizei setzt Mieter vor die Tür. Landesregierung bedauert den Vorfall, sieht aber »keine andere Lösung«

Simon Zeise

Einen grundlegenden Politikwechsel hatte der Senat aus SPD, Grünen und der Partei Die Linke in Berlin angekündigt. Am Dienstag zeigte er Beständigkeit. In den frühen Morgenstunden fand die erste Zwangsräumung der »R2G«-Regierung statt.

»200 Menschen haben sich heute früh ab sechs Uhr in Kreuzberg vor der Skalitzerstraße 64 versammelt, um gegen eine Zwangsräumung zu protestieren«, erklärte das Bündnis »Zwangsräumung verhindern« am Dienstag. Die Polizei sei mit über 40 Polizeiwannen im Einsatz gewesen, um das Haus abzusperren. Der Bewohner »wurde nach über 30 Jahren aus seiner Wohnung geräumt und ist nun obdachlos«. Am 24. November war ein erster Räumungsversuch erfolgreich blockiert worden. Rund 150 Demonstranten hatten sich damals der Gerichtsvollzieherin in den Weg gestellt, die unverrichteter Dinge abziehen musste. Gestern hatte sie dann Verstärkung dabei. Über mehrere Kilometer hinweg wurde das Gelände mit Hamburger Gittern abgesperrt. Polizeifahrzeuge ...

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