Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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16.12.2016 / Feuilleton / Seite 11

Musik sucht Hörer

Improvisation aus dem Moment heraus, für die Musikgeschichte: Eine kleine Compilation der Band Cluster

Thomas Behlert

Hans-Joachim Roedelius, als Elektropionier und Krautrocker tatsächlich ein Solitär der deutschen Musikgeschichte, gründete Ende 1967 in Westberlin zusammen mit Conrad Schnitzler erst einen Avantgardeclub und dann wenig später die passende Band dazu.

Das Zodiac Free Arts Lab in Kreuzberg am Landwehrkanal war tatsächlich eine Keimzelle des Kommenden: Krautrock und elektronische Musik, für die Bands wie Tangerine Dream, Agitation Free und dann auch Ash Ra Tempel stehen sollten. Demgegenüber waren Kluster, das Projekt, für das Roedelius und Schnitzler noch Dieter Moebius dazuholten, eigenwillige Außenseiter, weil weniger Pop. Schnitzler und Moebius kamen von der Konzeptkunst und Roedelius interessierte sich für Jazz. 1971 erschienen gleich zwei Alben: »Klopfzeichen«, und »Kluster Zwei Osterei«. Als Schnitzler danach bei Tangerine Dream einstieg, benannte das übriggebliebene Duo die Band in Cluster um. Und als ab 1973 noch Michael Rother von der Düsseldorfer Fo...

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